Black and Tan Coonhound
Der Black and Tan Coonhound ist eine amerikanische Jagdhunderasse, die Ende des 18. Jahrhunderts im Süden der USA entwickelt wurde und als erster Coonhound 1945 vom AKC anerkannt wurde.
Der Black and Tan Coonhound ist ein spezialisierter Jagdhund, der gezüchtet wurde, um Waschbären in den dichten Wäldern der Appalachen aufzuspüren und auf Bäume zu jagen. Mit seinen langen, samtigen Ohren, den gefühlvollen Augen und der tiefen, dröhnenden Stimme entspricht er dem klassischen Bild des amerikanischen Jagdhundes.
Wenn er eine Fährte aufgenommen hat, ist er ausdauernd und unermüdlich. Er folgt einer Spur meilenweit durch schwieriges Gelände. Zu Hause ist er ein ruhiger, sanfter Hund, der viel Schlaf benötigt.
Geschichte und Herkunft: Der Nachtjäger
Der Black and Tan Coonhound wurde Ende des 18. Jahrhunderts im amerikanischen Süden entwickelt. Er ist eine der wenigen Rassen, die wirklich “Made in the USA” sind.
- Der Hund der Pioniere: Pioniere und Siedler, die die Appalachen und Ozark Mountains durchquerten, brauchten einen Hund, der auch nachts Wild aufspüren konnte. Sie kreuzten den Bluthund (wegen seiner feinen Nase und seines Knochenbaus) mit dem Black and Tan Virginia Foxhound (wegen seiner Geschwindigkeit und Ausdauer).
- Die “kalte Nase”: Das Ergebnis war ein Hund, der einer “kalten” Fährte folgen konnte – einer, die Stunden oder sogar Tage alt ist – und an ihr dranblieb, bis die Beute auf einen Baum getrieben war. Im Gegensatz zu Foxhounds, die in Rudeln jagen und die Beute töten, arbeitet der Coonhound alleine oder paarweise und bellt am Fuß des Baumes, bis der Jäger eintrifft.
- Anerkennung: Der Black and Tan war der erste Coonhound, der 1945 vom AKC als eigenständige Rasse anerkannt wurde. Obwohl es sechs Coonhound-Rassen gibt (darunter der Bluetick, Redbone und Treeing Walker), gilt der Black and Tan oft als der traditionellste. Er wurde von Pionieren wie Daniel Boone berühmt gemacht.
Physische Merkmale: Für Ausdauer gebaut
Der Black and Tan ist ein großer, kräftiger Jagdhund. Er legt Strecken mühelos mit einem rhythmischen, lockeren Gang zurück. Er ist auf Kraft und Ausdauer ausgelegt, nicht auf explosive Geschwindigkeit.
- Höhe: Rüden 64-69 cm; Hündinnen 58-64 cm.
- Gewicht: Rüden 29-50 kg; Hündinnen 25-41 kg.
Besondere Merkmale
- Die Ohren: Das Markenzeichen der Rasse. Sie sind lang, tief angesetzt und samtig weich. Sie hängen in anmutigen Falten herab und umrahmen das Gesicht. Wenn der Hund eine Fährte verfolgt, streichen die Ohren nach vorne und helfen dabei, Duftstoffe in Richtung der Nase zu wedeln.
- Der Kopf: Sauber modelliert mit einem markanten Hinterhauptbein (der Höcker am Hinterkopf). Die Haut ist locker und faltig, was ihm ein nachdenkliches Aussehen verleiht.
- Die Augen: Rund und dunkel (haselnussbraun bis dunkelbraun). Der Ausdruck ist flehend, sanft und freundlich.
- Das Fell: Kurz, aber dicht, um Gestrüpp und kalten Nächten standzuhalten. Es hat einen natürlichen Glanz.
- Die Farbe: Kohlenschwarz mit satten lohfarbenen Markierungen (Tan) über den Augen (Kürbiskerne), an den Seiten der Schnauze, an Brust, Beinen und Hosen. Die Markierungen sind deutlich und symmetrisch.
- Die Stimme: Er hat ein tiefes, musikalisches Bellen (Baying), das meilenweit trägt. Es ist kein Bellen; es ist ein Lied.
Temperament und Persönlichkeit
Black and Tans sind im Haus bekanntermaßen entspannt, aber sie haben eine meilenweite sture Ader.
Der Couch-Potato
Im Haus sind sie zufrieden damit, den ganzen Tag zu schlafen. Sie kommen im Allgemeinen gut mit Kindern aus, tolerieren das Ziehen an den Ohren und verstehen sich gut mit anderen Hunden. Sie sind nicht aggressiv. Tatsächlich würde ein Black and Tan, wenn ein Einbrecher eindringt, wahrscheinlich den Kopf heben, einmal bellen und weiterschlafen.
Die Nase regiert
Aber draußen regiert die Nase. Wenn sie eine Witterung aufnehmen – ein Kaninchen, ein Reh, ein vergessenes Sandwich – sind sie weg. Sie sind unabhängige Arbeiter, die gezüchtet wurden, um einer Spur alleine und meilenweit entfernt von ihrem Besitzer zu folgen. Das bedeutet, sie sind es gewohnt, ihre eigenen Entscheidungen zu treffen. “Komm” ist ein Vorschlag, kein Befehl.
Der Heuler
Sie sind lautstark. Sie bellen bei Sirenen, seltsamen Geräuschen oder einfach, weil ihnen danach ist. Obwohl es im Wald wunderschön klingt, werden Ihre Nachbarn ein Konzert um 3 Uhr morgens vielleicht nicht schätzen. Sie sind auch dafür bekannt, mit ihren Besitzern durch Brummen und Stöhnen zu “sprechen”.
Erziehungs- und Bewegungsbedürfnisse
Bewegung: Der Marathonläufer
Der Black and Tan benötigt mäßig bis viel Bewegung.
- Täglich: Ein langer Spaziergang an der Leine oder ein Lauf in einem sicher eingezäunten Bereich. Er ist ein großartiger Wanderkumpel (an der Leine).
- Jagd: Wenn Sie jagen, großartig. Wenn nicht, versuchen Sie es mit Nasenarbeit oder Fährtenlesen. Er muss seine Nase benutzen, um glücklich zu sein.
- Einschränkung: Vertrauen Sie ihm niemals ohne Leine in einem nicht eingezäunten Bereich. Kein noch so gutes Training kann 200 Jahre Instinkt, einer Fährte zu folgen, außer Kraft setzen.
Erziehung: Der unabhängige Denker
Er ist schlau, aber er ist kein Border Collie.
- Futter-Motivation: Er ist ein Jagdhund. Er liebt es zu fressen. Futter ist die einzige Sprache, die er fließend spricht.
- Geduld: Erwarten Sie keinen sofortigen Gehorsam. Er wird Sie ansehen, darüber nachdenken, prüfen, ob Sie ein Leckerli haben, und dann vielleicht nachgeben.
- Abruf: Schwierig. Verwenden Sie immer eine lange Leine (Schleppleine).
Gesundheit und Lebenserwartung
Black and Tans sind im Allgemeinen gesund und werden 10 bis 12 Jahre alt.
- Ohrinfektionen: Ihre langen, schweren Ohren schließen Feuchtigkeit und Ohrenschmalz ein. Wöchentliche Reinigung ist obligatorisch, um Hefe- und Bakterieninfektionen vorzubeugen.
- Hüftgelenksdysplasie (HD): Häufig bei großen Rassen.
- Magendrehung (GDV): Hunde mit tiefem Brustkorb sind gefährdet. Füttern Sie kleinere Mahlzeiten und verwenden Sie einen Anti-Schling-Napf.
- Augenprobleme: Ektropium (Hängelider) kann Schmutz ansammeln. Katarakte (Grauer Star) können ebenfalls auftreten.
Pflege und Instandhaltung
Der Black and Tan ist pflegeleicht in der Fellpflege.
- Bürsten: Ein wöchentliches Abreiben mit einem Pflegehandschuh oder einem Gummihandschuh entfernt abgestorbene Haare und hält das Fell glänzend.
- Haaren: Er haart das ganze Jahr über mäßig.
- Hundegeruch: Jagdhunde haben einen deutlichen, moschusartigen Geruch. Er ist nicht unangenehm, aber wahrnehmbar. Baden hilft, aber es gehört dazu.
- Sabbern: Er kann sabbern, besonders nach dem Trinken oder wenn er Futter riecht.
Ist ein Black and Tan Coonhound der richtige Hund für Sie?
Der Black and Tan ist ein wunderbarer, sanfter Begleiter für die richtige Person.
Ja, wenn:
- Sie einen entspannten, sanften Hund suchen. Sie schätzen einen Hund, der relaxt ist.
- Sie einen sicher eingezäunten Garten haben. Ein echter Zaun, kein unsichtbarer.
- Sie Geduld mit Sturheit haben. Sie haben Sinn für Humor.
- Sie den Jagdhund-Look lieben. Sie finden die Ohren unwiderstehlich.
- Sie ein aktiver Spaziergänger/Wanderer sind. Sie genießen lange Schnüffel-Spaziergänge.
Nein, wenn:
- Sie einen Hund suchen, der ohne Leine läuft. Er wird weglaufen.
- Sie in einer Wohnung mit dünnen Wänden leben. Das Bellen wird zu Ihrer Räumungsklage führen.
- Sie ein makelloses Haus haben wollen. Es wird Hundehaare, etwas Sabber und einen jagdhundartigen Geruch geben.
- Sie einen Hund suchen, der sofort gehorcht. Er hat seine eigene Agenda.
Für die Person, die einen Jagdhund mit langer Geschichte und einer hervorragenden Nase schätzt, ist der Black and Tan Coonhound ein loyaler und zuverlässiger Begleiter.
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